Der Koffeingehalt schwankt von Sorte zu Sorte. An Spurenelementen findet man Mangan und Fluor und an Vitaminen die Vitamine des B-Kompexes, Vitamin C und Carotin (Vorstufe des Vitamin A).
Es werden pro Jahr in Deutschland 420 Tonnen Grüntee getrunken. Zum Vergleich sind es bei Schwarztee 16500 Tonnen. Der Genuss von Grüntee ist in der letzten Zeit stark angestiegen, was auch auf den medizinischen Vorteil zurückzuführen ist. Bei regelmässigem Genuss sinkt das Krebs-, Bluthochdruck-, Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko. Seine Wirkung ist Immunsystem stärkend, verdauungsregelnd sowie antibiotisch gegen Viren und Bakterien.
Grüntee stammt vom gleichen Teestrauch wie Schwarztee. Der Unterschied liegt in der Herstellung. Grüntee wird nicht fermentiert (Gärungsvorgang zur Aromabildung), wodurch die Inhaltstoffe der Blätter denen der ursprünglichen Pflanze sehr ähnlich sind.
Um die Fermentation zu verhindern werden im Wesentlichen zwei Verfahren angewandt:
pan fried: die frischen Teeblätter läßt man leicht anfermentieren (oxidieren) und röstet sie dann in großen Pfannen. Die pflanzeneigenen Enzyme stellen so ihre Abbautätigkeit ein.
steaming: die frischen Blätter werden kurz in kochendes Wasser eingetaucht oder mit heißem Wasserdampf behandelt.
Bei beiden Verfahren bleibt die grünliche Farbe und der Wirkstoffgehalt der Blätter weitgehend erhalten.
An den Geschmack von Grüntee muß sich der Einsteiger vermutlich erst gewöhnen. Mit dem häufigen Genuss steigt dann auch das Verlangen danach.
Japan und China sind Haupterzeuger von Grüntee.
Die verschiedenen Grüntee-Arten unterscheiden sich durch Erntezeitpunkt und Verarbeitung.
Bancha: koffeinarm, wird am Ende der Pflücksaison geerntet
Sencha: die Blätter werden nach dem Trocknen mehrmals gerollt und sehen dann aus wie Nadeln
Chinesischer Jasmintee: halbfermentierter Tee, dem echte Jasminblüten zugesetzt sind
Gunpowder: Blätter werden beim Trocknen zu schrotähnlichen Kugeln geformt
Oolongtee: halbfermentierter Tee
Zum Aufbrühen von Grüntee sollte kein kochendes Wasser verwendet werden, da sonst der Geschmack und die wertvollen Inhaltsstoffe leiden.
Das Wasser zum Aufbrühen sollte max. 80 °C haben. Ein besonderes Aroma entwickelt grüner Tee, wenn das erste Aufbrühwasser nach kurzer Zeit mitsamt den darin enthaltenen Bitterstoffen verworfen wird und anschließend der Tee ein zweites Mal mit ganz heißem Wasser überbrüht wird.







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