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Entwarnung für Cholesterin im Ei

»Höchstens zwei Eier pro Woche«, lautete bisher der Rat von Ernährungswissenschaftlern. Denn das Eigelb enthält besonders große Mengen an Cholesterin (etwa 200 Milligramm pro Ei), das den Blutcholesterinspiegel in die Höhe treiben soll. Dieser gilt als Hauptrisikofaktor für eine Verkalkung der Arterien, was im schlimmsten Fall zu einem Herzinfarkt führen kann.

 

Amerikanische Ernährungsfachleute der Kansas State University geben nun jedoch Entwarnung für das Hühnerei: In einer Studie an Ratten stellten sie fest, dass ein Großteil des Ei-Cholesterins vom Körper gar nicht aufgenommen wird. Das Huhn selbst scheint dabei das »Gegenmittel« gleich mitzuliefern, denn die in den Eiern enthaltenen Lecithine (so genannte Phosphatidylcholine) verhinderten bei den untersuchten Ratten die Aufnahme des Cholesterins vom Darm ins Blut. Bisher ist der genaue Mechanismus, wie das »Gegenmittel« aus dem Hühnerei die Cholesterinaufnahme blockiert, noch nicht bekannt. »Vermutlich liegt das hauptsächlich am hohen Anteil der gesättigten Fettsäuren im Lecithin der Eier«, sagen die Forscher. Denn als sie den Ratten anstelle des Ei-Lecithins das Lecithin aus Sojabohnen gaben, bei denen der Anteil der ungesättigten Fettsäuren überwiegt, blieb die vom Körper aufgenommene Cholesterinmenge gleich.

 

Bisher weiß man noch nicht genau, ob das Ei-Lecithin beim Menschen ebenfalls diese Wirkung zeigt; bei mehreren Untersuchungen aber stieg der Cholesterinspiegel der Versuchspersonen selbst dann nicht, wenn sie sogar zwei Eier pro Tag aßen. Menschen, die unter einer angeborenen Störung des Cholesterinstoffwechsels leiden, sollten Eier auch weiterhin mit Vorsicht genießen ? für alle anderen stellen jedoch Omelettes und anderen Eierspeisen keine Gefahr dar: »Freispruch für das Hühnerei!«, so Sven-David Müller, Sprecher des Deutschen Instituts für Ernährungs- medizin und Diätetik.

 


Erzeugungsrichtlinien für Öko-Eier

- Artgerechte Haltung

 

- Verbot der Käfighaltung- maximal 3.000 Tiere je Stall- Verbot der Schnabelkürzung- Ställe mit Tageslicht- Grünauslauf mit mind. 4 m² / Tier, aber keine Freilandhaltung, die täglichen Auslauf vorschreibt- Futter bis 31.12.2005 zu mind. 80% aus kontrolliert biologischem Anbau ohne Zusatz von Antibiotika, Tiermehl, Antioxidantien oder Carotinoide

 


Welche Kennzeichnungspflichten gibt es?

- Güteklasse: In den Handel kommen praktisch nur Eier der Güteklasse A

 

- Gewichtsklasse: S, M, L oder XL (unter 53 bis über 73 Gramm)

 

-  Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD): Das MHD ist der 28. Tag nach dem Legen

 

-  Verbraucherhinweise: "Bei Kühlschranktemperatur aufbewahren", "Nach Ablauf des MHD durcherhitzen"

 

- Nummer der Packstelle: Dieser Zahlencode benennt den Sitz des Verpackungsbetriebes (Land und Bundesland), nicht jedoch Herkunft und Erzeugerbetrieb. Das Beispiel 2 01-123 bedeutet: 2(Deutschland) 01(Baden-Würtemberg) -123(Nummer der Packstelle).

 

Bei verpackten Eiern müssen auf der Packung zusätzlich stehen: Name und Anschrift der Packstelle, Anzahl der verpackten Eier. Freiwillig können sowohl bei losen wie verpackten Eiern angegeben werden: Legetag, Verpackungsdatum, Empfohlenes Verkaufsdatum, Haltungsform der Legehennen.

 

Mit einem Länderkürzel, identisch mit den KFZ-Kennzeichen, zum Beispiel einem D für Deutschland, einem Pfeil (dem Logo des Verbundes) und einer sechsstelligen Zahlenkombination kann die Herkunft der Eier bis zur Legefarm zurückverfolgt werden. Die ersten drei Nummern sind die des Vertragspartners, die nächste ist der Schlüssel für die Haltungsform und die letzten beiden stehen für die Farm.

Der Aufdruck kann zudem auf jedem Ei sein. Interessant sind die Ziffern für die Haltungsformen: 1 = Freiland, 2 = Auslauf, 3 = Boden, 4 = Volieren, 5 = Batterie. Ein dreifaches D (D/D/D) auf der Packung besagt, dass die Eier nicht nur in Deutschland gelegt wurden, sondern auch, dass die Legehennen im Inland geschlüpft und aufgewachsen sind. (10.04.00)

 


Was ist ein Omega-DHA-Ei?

Durch die Fütterung der Hühner mit Meeresalgen-Präparaten wird ein höherer Anteil an Omega-3-Fettsäuren erreicht. Laut Herstellerangaben entspricht der Gehalt dieser Fettsäuren von 2 DHA-Eiern dem von 300g Fisch.

 


Eiprodukte und deren Erzeugung 

- Tiefkühlvollei Tiefkühleiweiß, Tiefkühleigelb

 

- Volleipulver, Eiweißpulver, Eigelbpulver

 

- Flüssigvollei, Flüssigeiweiß, Flüssigeigelb Wie entsteht Flüssigei?

Die Eier werden aufgeschlagen und gegebenenfalls getrennt (Dotter / Eiweiß). Pasteurisiert wird unter Druck, damit die Eimasse nicht stockt, für etwa 3 Minuten bei 65°C.  Eine Konservierung mit Sorbinsäure oder Benzoesäure wird zum Teil ausschließlich bei konventionellen Eiprodukten durchgeführt. Die Haltbarkeit kann auch durch die Zugabe von Salz erhöht werden.

 

Wie entsteht Tiefkühlei?

Zuerst wird wie oben beschrieben Flüssigei hergestellt und anschließend bei ca. ?25°C tiefgefroren.

 

Wie entsteht Trockeneipulver?

Herstellung wie Flüssigei mit anschließender Trocknung nach dem Sprühtrocknungsverfahren. Die Haltbarkeit beträgt dabei mindestens 1 Jahr.

 


Quellenangabe



Wir bedanken uns bei unserem Partner "Die Biohennen" für diese Produktinformationen.


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