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Ähnlich wie der Apfel wird auch die Birne (Pyrus pyraster) bereits seit der Antike in einer großen Zahl sehr unterschiedlicher Sorten gezüchtet. Die in Streuobstbeständen gepflanzten alten Landsorten eignen sich bestens zur Saft- und Mostbereitung.
Reiner Birnensaft wird sehr leicht trüb und bildet oft einen starken, schwer löslichen Belag am Flaschenboden aus. Er schmeckt außerdem etwas fade, so dass er meistens anderen Säften beigemischt wird; Reinsaft hat nur einen vergleichsweise geringen Marktanteil.
Birnensaft schmeckt in der Regel deutlich süßer als Apfelsaft. Dies liegt in erster Linie am deutlich geringeren Säuregehalt. Der Gesamtzuckergehalt (ca. 8 - 12 g/100 ml) ist stark sortenabhängig und unterscheidet sich insgesamt nicht wesentlich von dem der meisten Äpfel. Der Gehalt an Vitamin C ist mit 2 - 10 mg/100 g meist deutlich geringer als im Apfelsaft, dagegen enthält Birnensaft durchschnittlich etwas mehr Calcium, Magnesium und Phosphor. Der Saft ist im Allgemeinen bekömmlich; diätetisch eignet er sich besonders zur kochsalzarmen Ernährung und um die Entwässerung des Körpers zu fördern.
Wegen seines milden Geschmacks und des niedrigen Säuregehalts hat Birnensaft eine gewisse Bedeutung bei der Herstellung von Kindersäften. Allerdings vertragen Babys und Kleinstkinder häufig keine sehr süßen bzw. gesüßten Fruchtsäfte, da ihr Verdauungstrakt Fruchtzucker (ebenso wie das zum Süßen verwendete Sorbit) oft nur unvollständig verarbeiten kann, was schmerzhafte Blähungen und Bewegungsunruhe verursacht (Bericht der Fachzeitung "Ärztliche Praxis" im Dez. 1999 unter Berufung auf eine Studie am Miami Childrens's Hospital).
www.ekoline.de/mednews/n0312.htm







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